08.12.2025 | Zukunftsorientierte Personalentwicklung – René Adler, Betriebsratsvorsitzender bei SIK Peitz, hat eine neue Initiative im Unternehmen angestoßen. Worum geht es dabei und was hat ihn dazu inspiriert?
Die Idee für eine solche zukunftsorientierte Personalentwicklung stammt von den Betriebsratskollegen des Kraftwerkes Jänschwalde, die dieses Konzept mit dem Team der REVIERWENDE entwickelten und erstmals für die Belegschaft des Kraftwerkes Jänschwalde erfolgreich umgesetzt haben. Inspiriert durch den Erfahrungsaustausch im „Betriebsrätenetzwerk Industrie, Energie und Versorgung“ des DGB-Projekte REVIERWENDE ging der Betriebsratsvorsitzende von SIK, René Adler, das Projekt „Mitarbeiterzukunftsgespräche“ ebenfalls an.
Mitarbeiterzukunftsgespräche haben das Ziel, die persönlichen und beruflichen Zukunftsvorstellungen der Beschäftigten abzufragen und zu erfassen. Dazu wird ein auf die Bedarfe des Unternehmens abgestimmter Fragebogen entwickelt, auf dessen Grundlage dann die Gespräche stattfinden.
Idealerweise nutzt der Betriebsrat die Gelegenheit, in dem er die Befragungen durchführt, um mit den Beschäftigten persönlich ins Gespräch zu kommen, Vertrauen zu festigen und Anregungen aus erster Hand zu erhalten.
Die Ergebnisse der Gespräche stellen gemeinsam mit den unternehmerischen Zielen die Grundlage für eine strategische Personalplanung dar. Sinn und Zweck ist es, die Beschäftigten in die im Unternehmen geplanten Transformationsprozess einzubeziehen und daran zu beteiligen.
Darauf basierend können längerfristige Personalentwicklungskonzepte für das Unternehmen und die Beschäftigten entwickelt werden. Es sollte angestrebt werden, dass jedem in einem „Mitarbeiterperspektivgespräch“ durch die Unternehmensleitung eine persönliche Perspektive im Unternehmen aufgezeigt und persönliche Entwicklungsschritte, wie zum Beispiel Qualifizierungen, Weiterbildungen oder neue Aufgabenfelder, angeboten und gegebenenfalls auch vereinbart werden.
Langfristig werden so Arbeitsplätze und Standorte gesichert, Fachkräfte im Unternehmen gehalten, die Arbeit qualifikations-, alters- und belastungsgerecht gestaltet, maßgeschneiderte Planungen von Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, den Arbeitnehmern eine konkrete berufliche Perspektive im Unternehmen aufgezeigt und bestehendes Innovations- und Wertschöpfungspotenzial der Mitarbeitenden besser ausgeschöpft.
Die Vorteile für das Unternehmen liegen auf der Hand. Man erlangt frühzeitig detaillierte Informationen über die persönliche Zukunftsplanung der Beschäftigten und kann diese in die unternehmerische Organisation einfließen lassen. Die Beschäftigten erfahren durch die Unternehmensführung Wertschätzung und bekommen das Signal, dass man mit ihnen auch zukünftig plant, dies festigt die Bindung der Beschäftigten an den Betrieb. In Zeiten des Fachkräftemangels kann das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.
Ausführliche Informationen zum Konzept der „Mitarbeiterzukunftsgespräche“ erhaltet Ihr von den Kollegen der REVIERWENDE im Lausitzer Revier.